Aktuelle Entwicklungen im Web der Gegenwart und die daraus folgenden Implikationen für die Strategien der Zukunft.

Hintergrund der Facebook Page

Posted: September 11th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Facebook, Social Media | 2 Comments »

Gestern Abend habe ich mich endgültig dazu entschlossen begleitend für dieses Blog eine Facebook Page einzurichten. In diesem Artikel möchte ich Ihnen die Hintergründe und Überlegungen aufzeigen, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

Ich verfolge dabei folgende Ziele:

  1. Begleitende Inhalte zu meinen Blog als Lifestream zur Verfügung stellen
  2. Leser mit meinen Artikeln direkt dort erreichen, wo sie Zeit im Web verbringen
  3. Leser dieses Blogs vernetzen, sowie sichtbarer und greifbarer machen
  4. Leser über meine bestehende Peer-Group hinaus für dieses Blog gewinnen

Die Frage die sich stellt ist, warum ich zum erreichen dieser Ziele ausgerechnet Facebook ausgesucht habe?

1. Begleitende Inhalte zu meinem Blog als Lifestream zur Verfügung stellen

Bei diesem Punkt geht es darum, dass ich unabhängig von den von mir verfassten Artikeln auch gerne weitere Inhalte zum Thema “Future of Web Strategy” aggregiert meinen Lesern zur Verfügung stellen möchte.

Ich stoße jeden Tag über spannende Artikel, Videos und Podcast, die selbstverständlich auch Input für meine Artikel sind und die mit Sicherheit auch für meine Leser interessant sind.

Die drei wichtigsten Kritieren für die Auswahl der geeignet Plattform waren:

  1. Zielgruppe: Wo erreiche ich die Mehrzahl an heutigen und zukünftigen Lesern
  2. Strategie: Inwiefern kann ich dort auch meine weiteren Ziele realisieren (siehe oben)
  3. Organisation: Es soll so einfach wie möglich sein, für mich Inhalte dort zu posten

Zur Auswahl standen für mich vier verschiedene Tools:

  • FriendFeed Rooms
  • Eigener Twitter Account
  • Selbstgehostete Lösung (z.B. mit Wordpress)
  • Facebook Page

FriendFeed kommt, obwohl die Ansatz der Räume gerade für das aggregieren von begleitenden Inhalten sehr gut funkltionieren würde, für mich nicht in Frage, da meine jetzige Leserschaft dort bereits sehr inaktiv ist und ich auch nicht davon ausgehe, dort potentielle weitere Leser erreichen zu können.

Ein eigener Twitter Account macht für mich keinen Sinn, da sich die Inhalte extrem mit meinem persönlichen Twitter Account doppeln würden und vermutlich vieler Leser sich mit genau diesem einen Account begnügen werden. Darüber hinaus kann ich mit Twitter nur sehr schwer die anderen Ziele erreichen.

Eine selbstgehostete Lifestreaming Lösung hätte zwar den Vorteil, dass ich dort sehr viel Kontrolle ausüben könnte, aber es wiederum eine isolierte Plattform (genauso wie das Blog selbst) wäre, auf der sich meine Leser nicht schon per se aufhalten und erst hingeführt werden müssten.

Eine Facebook Page erfüllt alle Kritieren und kann damit allen meinen Zielen gerecht werden. Um bei dem ersten Aspekt der Aggregation zu bleiben:

  • ich kann hier sehr einfach Inhalte aggregieren
  • Fotos, Videos und Audio Daten werden direkt inline angezeigt
  • Diese Inhalte können von den Lesern einfach weiterverteilt werden
  • es existiert sowohl der Lifestream Aspekt …
  • … als auch ein Archiv über die “Links” Applikation auf der Page

2. Leser mit meinen Artikeln direkt dort erreichen, wo sie Zeit im Web verbringen

Selbstverständlich habe ich mir auch die Frage gestellt, wo bereits heute die Masse an meinen Lesern präsent ist, Zeit verbringt und vor allem wo sich auch noch neue Leser finden lassen.

Da hat Facebook ganz klar auch gegenüber Twitter die Nase vor. Es besteht zwar tendenziell die Vermutung, dass bei der Gruppe der bestehenden Leser vielleicht marginal Twitter überwiegen könnte, doch wird dies dadurch aufgewogen, dass auf Facebook eine vielfach größere Gruppe an potentiellen Lesern vorhanden ist.

Dies habe ich dadurch herausgefunden, dass ich das Kampagnen Tool von Facebook genutzt habe, welches einem exakt Aufschluss darüber gibt, wie viele Facebook Nutzer in der anvisierten Zielgruppe vorhanden sind.

Man kann für das Targeting viele klassische Parameter verwenden, aber vor allem auch sehr gezielt über Keywords Facebook Nutzer identifizieren, die ein Interesse an den Themen dieses Blogs haben.

Da dieses Blog verhältnismäßig eng einzugrenzen ist, konnte ich mir ein ganz gut Bild von dem vorhanden Potential verschaffen. Wir reden hier über ca. 10.000 Facebook Nutzern, die ich mit diesem Blog auf Facebook erreichen könnte.

3. Leser dieses Blogs vernetzen, sowie sichtbarer und greifbarer machen

Facebook auch dazu zu nutzen um meine Leser überhaupt erst sichtbar zu machen und die Möglichkeit zu schaffen sich vernetzten zu können, liegt vor allem in folgenden Punkten begründet:

  • Bei Facebook haben wir es mit realen Identitäten zu tun
  • Voller echter Name und ein Bild der Person
  • Facebook ist im Kern ein soziales Netzwerk und hat alle Features
  • Man ist nah dran an den Aktivitäten der Fans des eigenen Blogs
  • Über Widgets habe ich die Möglichkeit die Fans direkt auf dem Blog sichtbar zu machen (siehe Sidebar rechts)

Ich denke von allen aufgeführten Plattformen ist Facebook hier mit Abstand der klare ‘Sieger’, da es einfach in der Natur der Plattform liegt, Menschen miteinander zu vernetzen.

4. Leser über meine bestehende Peer-Group hinaus für dieses Blog gewinnen

Der für mich persönlich im Moment spannenste Aspekt ist es, dass ich über das Ad-System von Facebook sehr exakt potentielle neue Leser adressieren kann, die ich nur sehr schwer über die anderen Plattformen erreichen könnte.

Facebook bietet ein CPC basierten System, was es mir ermöglicht, dass anderen Nutzer meine Facebook Page empfohlen wird und sie direkt innerhalb der ‘Werbefläche’ Fan dieser Seite werden können und somit umgehend in ihrem Lifestream meine Inhalte bekommen.

Wir reden hier in meinem Fall von einem Click-Preis von ca. 0,33 Euro mit der Möglichkeit ein maximal Tagesbudget festzulegen. Dies werde ich in einigen Wochen definitiv ausprobieren, um zu sehen wie gut man auf Facebook mit Werbung neue Leser generieren kann.

Das Problem für mich als Blogger besteht im Moment darin, dass ich zwar schon eine solide Gruppe an Stammlesern haben, die aber in sich relativ geschlossen ist und die Nachricht über mein Blog und meine Artikel kaum noch diese Gruppe an sich verlässt, sondern nur innerhalb dieser zirkuliert.

Ich gehe daher davon aus mit Facebook auch ein Tool zu bekommen, mit dem ich diesen Kreis gezielt ‘durchbrechen’ kann. Wie gut das funkti9nieren wird, werde ich hier in Zukunft weiter ausführen.

Das waren soweit meine Gedanken, um eine Facebook Page zu diesem Blog anzulegen. Wenn Sie interessiert sind andere Leser kennenzulernen und vor allem auch die begleitenden Inhalte nicht verpassen wollen, kann ich Ihnen nur empfehlen jetzt Fan der Seite zu werden ;)

Darüber hinaus hoffe ich, dass Sie hier ein paar Anregungen gefunden haben, die Ihnen bei evtl. eigenen Überlegungen in diese Richtung behilflich sein können.

Was denken Sie über eine Facebook Page begleitend zu einem Blog? Haben Sie noch Fragen zu meinen Ausführungen?



Related Posts:

  1. Die Vorteile von Facebook Connect
  2. Content Distribution mit Facebook Connect
  3. Targeting und Personalisierung mit Facebook Connect
  4. Facebook Connect Beispiel von Apple

This website uses IntenseDebate comments, but they are not currently loaded because either your browser doesn't support JavaScript, or they didn't load fast enough.

2 Comments on “Hintergrund der Facebook Page”

  1. 1 » UPLOAD auf Facebook: das Was, das Wie und das Warum [UPLOAD Blog] said at 8:44 am on October 5th, 2009:

    [...] Sehr empfehlenswert zu den Gründen für eine Fanpage ist außerdem Sebastian Küpers Artikel auf Future of Web Strategy. [...]

  2. 2 1000°ePaper» Blogarchiv » 1000°ePaper goes Facebook… said at 9:49 am on October 13th, 2009:

    [...] Links zum Thema: UPLOAD Magazin für digitales Publizieren Future of Web Strategy von Sebastian [...]


Leave a Reply