Aktuelle Entwicklungen im Web der Gegenwart und die daraus folgenden Implikationen für die Strategien der Zukunft.

5 Wege die Corporate Website mit Social Technologies weiterzuentwickeln

Posted: March 5th, 2010 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | 9 Comments »

Ich hab in der Vergangenheit schon viel darüber schrieben, dass die Entwicklungen, die wir im Social Web die letzten Jahre gesehen haben, sich auch immer mehr auf die eigene Webseite auswirken werden. Corporate Websites sind keine Silos mehr, in der wir alle unsere Daten und Features reinstopfen, um dann alle Interessenten einzeln ins Silo zu lassen, um sich die Sache mal anzusehen.

Es geht auch auf der Corporate Website in einem zunehmenden Maße darum unsere Websites daraufhin zu optimieren, dass man den dort vorhanden Content mit anderen teilen kann und Features gemeinsam mit anderen benutzen kann.

Darüber hinaus geht es um darum Corporate Websites Dialog orientierter zu gestalten und mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Daten relevanter zu machen und Komplexität zu reduzieren. (siehe dazu auch Adaptives Websites von Markus)

Dieser Artikel führt 5 einfache Ansätze auf, wie man dieses Ziel erreichen kann. Read the rest of this entry »


Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web

Posted: January 26th, 2010 | Author: Markus Breuer | Filed under: Social Media | Tags: , , , | 20 Comments »

Kürzlich diskutierte ich mal wieder mit einem Kollegen, der die spielerischen und kompetitiven Elemente in Foursquare albern und kindisch fand und meinte, dass das wohl nur etwas für junge Männer wäre. Ich sehe ich das ganz anders – und nicht nur ich allein. Tatsächlich gibt es eine Unmenge von Parallen zwischen (etwas komplexeren) Spielen und erfolgreichen Community-Plattformen. Ich würde sogar sagen:

Die Faktoren, die für den Erfolg von Communities (und das, was man heute “Social-Media-Plattformen” nennt, ausschlaggebend sind, überschneiden sich in weiten Bereichen mit den Elementen, die an vielen Spielen “Spaß machen”.

Etwas sachlicher formuliert: Die grundlegende Herausforderung für jede Social-Media-Plattform ist es, einen hinreichend großen Teil der Anwender dazu zu bringen, mehr oder weniger interessante Inhalte einzustellen – die dann für die Mehrheit der vorwiegend passiven Anwender interessant genug ist. Diese Motivation wird bei fast allen erfolgreichen Plattformen durch eine Handvoll Elemente generiert, die in – in anderer “Verpackung” – auch bei Spielen vorkommen; insbesondere bei Spielen, die in der Lage sind, Erwachsene über längere Zeit hinweg zu fesseln.

Das ist nicht meine eigene “Entdeckung”. Das ist die These von Amy Jo Kim von der Beratungsfirma ShuffleBrain. ich habe sie bei einem Vortrag auf der Emerging Techologies Conference in San Diego 2007 gehört und ich habe in der Folgezeit laufend sehr überzeugende Bestätigungen für diese These gesehen. Amy’s Background ist tatsächlich der Spielemarkt. Sie hat aber auch viel für Unternehmen we eBay und Yahoo gearbeitet. Und das sind immerhin einige der größten “Communities” im Web.

Ich habe Ihren Vortrag damals einmal kondensiert und “Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web” genannt. Die zeige ich immer noch gerne, wenn es um den “erstaunlichen” Erfolg von Social-Media-Anwendungen geht und sie haben bis heute nicht an Gültiugkeit verloren:

  1. Klare Ziele und Regeln. Anwender müssen wissen, wie sie “vorankommen”, was von Ihnen erwartet wird. Bei Communities oft nicht ganz so offensichtlich. Wer sich aber einmal ansieht, wie Anwender großer Communities darum kämpfen, diejenigen mit den meisten Beiträgen, Kommentaren, Bewertungen etc. zu sein, wird klar, was sie damit meint.
  2. Bewertungen und Punktesysteme. In jedem Spiel und in jeder guten Community gibt es “Punkte”, für das was ich tue. Punkte, die automatisch vergeben werden oder – noch besser – die mir andere Anwender geben. Das stachelt den Ehrgeiz an.
  3. Bestenlisten/Rankings.Bei allen Spielen mit mehr als 3 oder 4 Mitspielern und bei allen Communities, die Punktesysteme haben, gibt es Bestenlisten. Oft sind die nicht eindimensional sondern es werden mehrere verschiedene Bestenlisten geführt: zum Beispiel nach Produktivität, Qualität, Originalität und so weiter. Bestenlisten stacheln die Anwender an, “noch mehr zu geben”.
  4. Rangstufen und Hierarchien. Das selbe gilt für “Levels”. In einem Spiel wie World of Warcraft sind die offensichtlich. In einer Community kann ich zum Beispiel eine Art Wapperl dafür bekommen, wenn ich meinen hundertsten Beitrag schreibe oder zum Moderator oder Tutor für Andere aufsteigen.
  5. Feedback. Anwender und Spieler brauchen regelmäßiges Feedback, ob sie etwas richtig machen, ob sie “vorankommen”. Punktesysteme sind eine Möglichkeit, das zu tun. Einfaches Feedback (positiv oder negativ) durch andere Anwender eine weitere. Wenn Anwenderbeiträge gewissen formalen Kriterien entsprechen müssen, können auch Programme dazu verwendet werden, diese zu bewerten, Lob oder Verbesserungsvorschläge auszusprechen.
  6. Etwas zum Sammeln. Der Sammeltrieb der Menschen ist ganz erstaunlich ausgeprägt. Ob Kinder Panini-Bildchen sammeln oder Erwachsene Uhren. Systeme, die Anwendern gewisse Stationen vorgeben, die durchlaufen werden können, oder unterschiedliche “Belohnungen” verteilen, basieren auf dem selben Trieb.
  7. Austausch/Dialog. Das ist das Spielprinzip “Zug um Zug”. Ich tue etwas, dann sind die anderen dran. Und das liegt zum Beispiel den ganzen geschriebenen und ungeschriebenen Regeln bem Bewerten und Kommentieren zugrunde. Ich stelle etwas online und jemand kommentiert es. Darauf antworte ich wieder. Bei einigen sozialen Plattformen ist es guter Ton “zurückzuraten”, wenn mich jemand bewertet und so weiter.

Oder in einem ganz kurzen Mantra (jetzt bezogen auf moderne Web-2.0 Communities):

Make it easy and rewarding to create stuff,
and to share, rate and discuss the stuff others created.

Es ist nun beileibe nicht so, dass jede erfolgreiche Community alle diese Elemente verwendet, oder das es gar keine anderen Erfolgsfaktoren gibt. Wer sich aber Facebook, Flicker, MySpace, YouTube, Digg und Konsorten einmal anschaut, wird immer eine Handvoll von diesen Elementen finden. Selbst ein so simples Tool wie Twitter enthält – je nach Interpretation – vier bis sechs davon. Und Foursquare ist gerade ein Musterbeispiel für Punktesysteme, Hierarchien, Rangstufen und Dingen zum Sammeln.
Kurz und gut: wer eine erfolgreiche Social-Media-Plattform plant, tut gut daran, sich anzusehen, was Leuten an Spielen Spaß macht (und natürlich “Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web”zu checken. Spaß ist ein nahezu unübertrefflicher Motivationsfaktor, Leute an die Arbeit zu bekommen – und eine sehr preisgünstige “Entlohnung” :)

Was ist ein Lead im Social Web und wie verfolge ich ihn sinnvoll?

Posted: December 12th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media, SocialCRM | 9 Comments »

Ich habe mich die letzten Monate immer häufiger mit exakt dieser Frage beschäftigt. Der Grund dafür ist ganz einfach: Kunden die ich berate stellen sich diese Frage. Insbesondere diejenigen, deren Schwerpunkt das “Customer Relationship Management” ist.

CRM ist ein weites und komplexes Feld und wird häufig im Kontext von Social Media als Bereich angeführt, für den es besonders interessant sein sollte, sich näher mit der Materie zu beschäftigen.

Und das stimmt :)

Die Herausforderung liegt allerdings darin, dass für die allermeisten CRM-Verantwortlichen die Lead-Generierung bisher in den eigenen vier digitalen Wänden stattfindet und vor allem darauf aufbaut, dass eine Person ein Formular ausfüllt und wenigstens eine Email-Adresse angibt.

Aber sollte man nicht jede Äußerung einer Person im Netz zu dem eigenen Produkt oder der Marke als potentieller Lead begriffen werden, den es gilt weiter zu qualifizieren und aufzubauen?

Ist jemand der einer Marke auf Twitter oder Facebook folgt nicht ein wahnsinnig guter Lead, um den man sich kümmern sollte?

Ich denke schon – die Frage ist allerdings: wie? Read the rest of this entry »


Unternehmensprofile auf Xing. Kann das was?

Posted: November 30th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | 10 Comments »

Xing ist sicherlich unangefochten das Business Social Network in Deutschland und ist daher für Unternehmen schon immer interessant gewesen. Seit letzter Woche gibt es nun auch offiziell die Unternehmensprofile auf Xing.

Das Potential dahinter ist in meinen Augen prinzipiell groß – vergleicht man allerdings die Möglichkeiten von Unternehmensprofilen auf Xing mit den Pages auf Facebook, hängt Xing noch Lichtjahre seinen Möglichkeiten hinterher.

Ein Vergleich zwischen Facebook und Xing wird häufig als “unzulässig” abgetan, da sich hier völlig unterschiedliche Zielgruppen mit ebenso unterschiedlichen Use-Cases tummeln – trotzdem ist aber das Ansinnen von Unternehmen auf beiden Plattform sehr ähnlich gelagert – nur mit jeweils einem anderen Publikum. Read the rest of this entry »


Identität ist König – nicht die Technologie

Posted: November 17th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Facebook, Open Web, Social Media | 8 Comments »

Auf Twitter gab es gestern Abend eine kleine Diskussion über das beliebte Thema “Facebook Connect vs. OpenID”, da Jeremiah Owyang die Diskussion durch folgendes Statement in Gang gebracht hatte.

Im weiteren Verlauf der Diskussion fügte er dann hinzu, dass seine Kunden auch immer nur nach Facebook Connect und nicht nach OpenID fragen, da es kompliziert sei.

Ich bin der festen Überzeugung, dass dies grundsätzlich eine falsche Herangehensweise an das Thema ist und jeder von Jeremiahs Kunden besser beraten ist, das Thema aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Read the rest of this entry »


Die Zukunft der (Social) Microsite

Posted: November 16th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | 2 Comments »

Microsites gehören zum Standard-Repertoire der Online Maßnahmen auf die gerne zurückgegriffen wird, wenn man etwas machen möchte, was vielleicht nicht unmittelbar im Kontext der Corporate Website gut aufgehoben ist.

Microsites können dabei vielerlei Aufgaben erfüllen: Sie liefern Hintergründe zu der Entstehung eines Produktes, erzählen im Rahmen einer Kampagne eine Geschichte, sollen manchmal ganze Communities aufbauen, können Spiele, Rätzel, Wettbewerbe uvm. beherbergen und sollen dabei eigentlich immer  ein digitales Markenerlebnis erschaffen, was nach ein paar Minuten “Lean-Back-Engagement” einen positiven Eindruck hinterlässt und sich hoffentlich positiv auf zukünftige Kaufentscheidungen auswirken wird.

Microsites sind dabei gerne mal kleine Kunstwerke und somit Spielplatz für Agenturen, um sich kreativ auszutoben, um die Marke zu inszenieren, um tolle Ideen umzusetzen, die im Korsett der Corporate Website vielleicht einfach nicht ohne weiteres möglich sind.

Die Frage, die ich mir die Tage allerdings gestellt habe, lautet: Sind Microsites eigentlich noch zeitgemäß oder durch Youtube Brand Channels, Facebook Pages und Co. nicht längst überflüssig geworden? Und wenn die Antwort “nein” lautet, wenn man feststellt, dass sie nicht überflüssig sind, müssen sie sich dann nicht vielleicht maßgeblich zumindest verändern und weitergedacht werden? Read the rest of this entry »


Warum Twitter zu Recht auch ein One-Way Channel ist

Posted: November 6th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | 14 Comments »

Immer wieder höre ich im Moment die Diskussion darüber, dass doch die meisten Unternehmen es offensichtlich nicht verstanden hätten Twitter “richtig” zu nutzen, da sie Twitter nur als weiteren Kanal betrachten würden, über den sie ihre Botschaften streuen können.  Ich selbst bin ein großer Fan von dem Use-Case, dass Unternehmen die Konversation über ihre eigene Marke auch auf Twitter beobachten und unmittelbar über Twitter auf Feedback und Anfragen reagieren.

ABER … trotzdem möchte ich an dieser Stelle einmal klar stellen, dass dies nicht der einzige valide Use-Case für Unternehmen ist! Read the rest of this entry »


In 4 Schritten eine Social Media Aktivität planen mit POST – Schritt 2: O wie Objectives

Posted: November 4th, 2009 | Author: Jens-Christian Jensen | Filed under: Social Media, Strategie | 1 Comment »

Im zweiten dieser vierteiligen Serie geht es um das O in dem Akronym POST. O steht für Objektives und fordert vom Planenden die Formulierung seiner eigentlichen Ziele an eine Social Media Aktion. Wie bereits im ersten Teil angedeutet, begehen viele den Fehler, dass sie sich erst für eine Technik entscheiden, bevor sie überlegen, was eigentlich mit der Technik erreicht werden soll. Genau hier setzt der Schritt Objectives an. In diesem Schritt überlegen wir, was das Ziel ist. Read the rest of this entry »


Der Marken-Leuchtturm im Web

Posted: October 15th, 2009 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | 9 Comments »

http://www.flickr.com/photos/delkarm/ / CC BY-NC-SA 2.0

Dies ist der zweite Artikel in der Serie zu aktuellen Entwicklungen, die sich in Zukunft direkt auf die Corporate Website auswirken werden. Im ersten Artikel ging es dabei um die zukünftige Plattform Strategie der Corporate Website.

Der zugrunde liegende Gedanke war an der Stelle, dass es immer mehr darum geht eigene Inhalte auf diverse Plattformen zu distribuieren und Präsenzen gerade dort zu schaffen, wo die eigenen Zielgruppen sich tummeln, um an diesen Orten Konversationen zu starten und eine Interaktion im Rahmen der jeweiligen Plattform zu ermöglichen.

In der Konsequenz daraus wird es auch in Zukunft immer mehr darum gehen, der Corporate Website eine Art “Marken-Leuchtturm” Funktion zuteilkommen zu lassen und durch Aggregation Dinge darzustellen, die zunehmend in der Cloud rund um Ihre Marke stattfinden. Read the rest of this entry »


In 4 Schritten eine Social Media Aktivität planen mit POST – Schritt 1: P wie People

Posted: October 12th, 2009 | Author: Jens-Christian Jensen | Filed under: Social Media, Strategie | 6 Comments »

Oft wird der Fehler gemacht, dass die Planung einer Social Media Aktivität mit der Entscheidung für eine Technologie begonnen wird. “Wir brauchen einen Blog” oder “Wie machen eine Community!” als Briefingvorgaben für die Planung sind typische Indikatoren für eine solche verfrühte Entscheidung und damit Grund für eine verfehlte Planung. Besser lässt sich eine Social Media Aktivität mit dem Vorgehensmodell POST planen. Das Vorgehen wurde durch Forrester Research erdacht und in dem Buch Groundswell (Buchlink: englisch, deutsch) publiziert. POST steht als Akronym für die vier Schritte:

Dieser Artikel erläutert den Schritt People und ist der erste von vieren, der Ihnen bei der Planung einer eigenen Social Media Aktivität oder Strategie hilft.
Read the rest of this entry »